Deutscher Meister im Schulsport gekürt

Jugend trainiert für Olympia – Unihockey gelangt mehr und mehr zu einem anerkannten Sport in unseren

Gesellschaft. Was in Sachsen oder Sachsen-Anhalt schon fester Bestandteil des
Sportunterrichts ist, lässt Berliner Lehrer oftmals nur staunen. Mit heller Begeisterung empfing die Spreewald-Grundschule aus Tempelhof-Schöneberg am 13. September 2006 im Auftrag des Deutschen Unihockey Bundes und der Berlin-Nrandenburgischen Unihockey Vereinigung sechs Mannschaften aus Sachsen, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt, die unter sich den Deutschen Meister im Schulsport kürten.

Nachdem sich im Vorfeld eine Vielzahl von Schulen um den heiß begehrten Einzug ins Finale der Deutschen Schulmeisterschaft durch Landesausscheide bewarben, konnten sich am Ende nur wenige über eine Teilnahme am Turnier in der Hauptstadt freuen, nachdem sogar der amtierende Meister aus Schleswig-Holstein kurzfristig abgesagt hatte. Unihockey ist und wird in den meisten Bundesländern unterschiedlich gefördert. So spielt beispielsweise Bremen noch nicht so lang im Schulsport mit wie Sachsen und besitzt deswegen die geringste Erfahrung. Hamburg dagegen organisiert Unihockey an Schulen regelkonformer als Sachsen-Anhalt. Es gibt noch zu viele Diskrepanzen in Ausschreibungen und Durchführungen, so dass auch in diesem Jahr der Veranstalter schon im Vorfeld heiß diskutiert wurde.

Mit sechs Mannschaften gleich nach der großen Sommerpause im Bundesfinale starten, hätte man im Juli noch nicht gedacht. Die Organisation für den einzigartigen Cup war eine Herausforderung für den noch jungen Landesverband aus Berlin-Brandenburg, der mit Hilfe der Hockey-Eintracht aus Steglitz und der SG BA Tempelhof gleich zwei Berliner Vereine mit im Boot hatte. Die Arbeit mit Jugendlichen und für Jugendliche wird in Berlin sehr stark betont. Mit einem Durchschnittsalter von etwa 20 Jahren ist der BBUV noch ein recht junger Verband in Deutschland, der mit dem Bundesfinale gezeigt hat, das auch Berlin in der Lage wäre, größere Veranstaltungen stemmen zu können.

Mit dem Goethe-Gymnasium Weißenfels (Sachsen-Anhalt), der Mittelschule Lengefeld (Sachsen), der 66. Mittelschule Dresden (Sachsen), dem Gymnasium Willhöden (Hamburg), dem Gymnasium Hummelsbüttel (Hamburg) sowie  der Gesamtschule Mitte (Bremen) konnte man fast 46 Sportler aus verschiedenen Teilen der Republik begrüßen. Im Modus jeder gegen jeden und einer Spielzeit von 15 Minuten konnten sich die Gäste aus nah und fern gegeneinander behaupten. Man sah eine Vielzahl talentierter Spieler, die oftmals einen hohen grad an Technik besaßen. Man begegnete Spielern die es schafften, mit dem einfachsten Schlägern so exakt und ruhig zu spielten, dass selbst der ein oder andere Profi neidisch wurde. Unihockey ist ein Sport mit Zukunft. Er steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch fängt er schon richtig an zu laufen.

1. 66. Mittelschule Dresden (Sachsen)
2. Mittelschule Lengefeld (Sachsen)
3. Gymnasium Hummelsbüttel (Hamburg)
4. Goethe-Gymnasium Weißenfels (Sachsen-Anhalt)
5. Gymnasium Willhöden (Hamburg)
6. Gesamtschule Bremen-Mitte (Bremen)

 

 

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

Tore

Platz

1.

 –

2 : 2

7 : 2

1 : 4

5 : 1

4 : 0

10

19 : 9

3

2.

2 : 2

– 

7 : 1

0 : 1

3 : 1

6 : 1

10

18 : 6

2

3.

2 : 7

1 : 7

– 

0 : 6

4 : 5

5 : 3

3

12 : 28

5

4.

4 :1 

1 : 0

6 : 0

 –

6 : 1

8 : 2

15

25 : 4

1

5.

1 : 5

1 : 3

5 : 4

1 : 6

 –

3 : 1

6

11 : 19

4

6.

0 : 4

1 : 6

3 : 5

2 : 8

1 : 3

– 

0

7 : 26

6

Mit fast 100 Toren in 300 Minuten stellte das diesjährige Bundesfinale einen neuen Rekord auf. Alle Teilnehmer setzten sich stets fair und einsatzfreudig für ihre Mannschaft ein. Mit Madeleine Rolbiecki (Gymnasium Willhöden) und Tino Teschke (Gymnasium Hummelsbüttel) wurden vom Veranstalter gleich zwei junge Talente in den Kategorien Beste Spielerin und Bester Spieler geehrt. Dass diese gleich beide aus Hamburg kommen, zeigt eine interessante Entwicklung der Norddeutschen Stadt an Alster und Bille. Dennoch möchte man hier den neuen Deutschen Meister im Schulsport nicht unerwähnt lassen. Das Goethe-Gymnasium zu Weißenfels siegte mit eine souveränen Mannschaftsleistung klar im diesjährigen Cup. Die Technisch hochbegabten Schüler der Kleinstadt an der Saale spielten ohne Zweifel das schönste Unihockey im Turnier.

An dieser Stelle möchte sich der Verband bei allen Teilnehmern, Betreuern und Helfern der Berliner Vereine bedanken, die an diesem Tage ihren vollsten Einsatz gaben, um schlussendlich ein attraktives Turnier zu gestalten. (AM)

Endstand:

1. Goethe-Gymnasium Weißenfels (Sachsen-Anhalt) mit 15 Punkte
2. Mittelschule Lengefeld (Sachsen) mit 10 Punkten
3. 66. Mittelschule Dresden (Sachsen) mit 10 Punkten
4. Gymnasium Willhöden (Hamburg) mit 6 Punkten
5. Gymnasium Hummelsbüttel (Hamburg) mit 3 Punkten
6. Gesamtschule Bremen-Mitte (Bremen) mit 0 Punkten

Veröffentlicht in Ausbildung, Schulcup.

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